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SEO-Texte: So begeistert man Google und Webseitenbesucher

Erstellt am 29. März 2019 von in Blog mit keinen Kommentaren

500 Wörter schreiben, mindestens 15 mal das Hauptkeyword verwenden und den Text nach Fertigstellung möglichst unauffällig in den unteren Teil der Webseite unterbringen – noch vor wenigen Jahren war dieses Vorgehen gängige Praxis bei der Erstellung von suchmaschinenoptimierten Texten. Oberste Prämisse war es dabei, dass die Inhalte vor allem dem Suchalgorithmus von Google gefallen müssen. Die Bedürfnisse von reellen Webseitenbesuchern waren dabei eher zweitrangig. Warum diese Herangehensweise heutzutage nicht mehr zielführend ist und was einen zeitgemäßen SEO-Text ausmacht, soll in diesem Gastartikel erklärt werden.

Ein guter SEO-Text gefällt Mensch und Maschine 
(Bildquelle: © LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com)

 

Was sind suchmaschinenoptimierte Texte?

SEO-Texte sind per Definition Texte, die darauf ausgelegt sind, dass sie von Suchmaschinen (allen voran Google) erfasst, als vielversprechend beurteilt und dafür im besten Fall mit guten Positionen in den Suchergebnissen belohnt werden.

Wie einleitend schon dargestellt, konnte man früher die Gunst des Suchalgorithmus noch mit einfachen Mitteln wie der inflationären Verwendung von Keywords bei der Texterstellung gewinnen. In der Zwischenzeit sind Suchmaschinen aber immer besser darin geworden, Inhalte wie Menschen zu erfassen und guten von schlechtem Content zu unterscheiden. Webseitentexte sollten deswegen heutzutage so verfasst und aufbereitet werden, dass sie Google UND realen Webseitenbesuchern zusagen.

 

Die wichtigsten Stellschrauben bei der Erstellung von SEO-Texten

Egal ob Kategorietext oder Artikelbeschreibung: Content is King! Google honoriert einmalige, hoch qualitative und fesselnde Inhalte mit guten Platzierungen in den Suchergebnissen. Um zu ermitteln, ob die Inhalte einer Seite die Suchintension von Usern wirklich befriedigt, wertet die Suchmaschine dafür übrigens auch Nutzersignale aus.

Aber egal wie exzellent ein Text auch sein mag: Wenn die „Verpackung“ nicht stimmt, werden Webseitenbesucher ihn nicht lesen und im Netz nach Alternativen Ausschau halten. Dieses Verhalten hat eine hohe Absprungrate zur Folge, was in den meisten Fällen von Google als negatives Signal gewertet wird.

Die folgenden Abschnitte liefern einen Überblick, was es beim Aufbau für jede Art von suchmaschinenoptimierten Texten zu beachten gilt.

 

Relevante Keywords für die Texterstellung finden und sinnvoll einsetzen

Wichtige Schlüsselworte können im Zuge einer Keywordrecherche ermittelt werden. Das bekannteste Tool hierfür ist der Keyword-Planer von Google Ads (ehemals Google Adwords).

Die Hauptkeywords für eine Seite sollten nach Möglichkeit in den Überschriften und – zusammen mit weiteren wichtigen Keywords und Synonymen – im Fließtext zum Einsatz kommen. Als Faustregel gilt hierbei: Umso höher bei einem Keyword das monatliche Suchvolumen bei der Google-Suche ist, desto häufiger sollte es im Text verwendet werden.

Eine übermäßige und unnatürliche Verwendung eines Keywords sollte aber in jedem Fall vermieden werden, da dies den Lesefluss stört und sogar schädlich für das Google-Ranking sein kann.

 

Mehrwert für den Leser schaffen

Gute SEO-Texte lösen im Idealfall konkrete Probleme und schaffen einen Mehrwert für User. In diesem Zusammenhang spielen W-Fragen eine große Rolle. Typische Fragestellungen können über Tools wie SEORCH gefunden werden. Werden themenrelevante W-Fragen im Text ausreichend beantwortet, können diese mit etwas Glück beispielsweise über die Sprachsuche (Google Home) oder in der Google-Suche über allen anderen Ergebnissen in einer eigenen Antwortbox ausgespielt werden:

 

Suchergebnis mit Google Answer Box am Beispiel der W-Frage
„Was ist das Durchschnittseinkommen in Sachsen?“

 

Bei der Erstellung von suchmaschinenoptimierten Texten haben sich, neben der Suche nach W-Fragen, noch folgende Methoden zur Themenfindung als hilfreich erwiesen:

  • Thematisch passende Keywords in die Google-Suche eingeben und Suchvorschläge, ähnliche Suchanfragen und Nutzerfragen auswerten
  • Themen- und branchenrelevante Foren und Threads durchsuchen
  • Konkurrenzseiten auswerten (Was ist Best Practice?)
  • User Generated Content wie Produktbewertungen und Kommentare analysieren

 

SEO-Texte ansprechend aufbereiten

Gerade bei mobilen Zugriffen auf Webseiten ist es wichtig, dass sich Leser schnell zurechtfinden und Textinhalte leicht konsumierbar dargestellt werden. In diesem Zusammenhang spielen Leseeinstiegshilfen eine wichtige Rolle. Je nach thematischer Ausrichtung der Seite können folgende Arten von Leseeinstiegshilfen zielführend sein:

  • Bulletpoints, Listen und Tabellen
  • Hervorhebung von wichtigen Wörtern und Textpassagen
  • Bilder, Grafiken und Videos
  • Inhaltsverzeichnisse mit Sprungmarken
  • Aufklappbare Textelemente (Akkordeon)

 

Interne Verlinkung anlegen

Interne Verlinkungen dienen zur Navigation zwischen verschiedenen Seiten aus dem Fließtext heraus. Als Linktext (auch als Ankertext bezeichnet) sollten immer eines der Hauptkeywords der Zielseite verwendet werden. Ähnlich wie externe Verlinkungen von anderen Webseiten können interne Verlinkungen auch als eine Art Empfehlung gesehen werden. Häufig angelinkte Seiten werden dadurch auch von Google eher durch gute Rankings belohnt als Seiten, auf die nur wenige oder gar keine Links verweisen.

 

Korrekte Überschriftenstruktur verwenden

Die wichtigste Überschrift bei jeder HTML-Seite ist die Hauptüberschrift <H1>. Diese sollte am Anfang stehen, am Größten sein, das Hauptkeyword enthalten und nur exakt einmal vorkommen. Der Hauptüberschrift folgen dann hierarchisch geordnet die Zwischenüberschriften <h2> bis <h6>. Diese sollten dann – wie schon erwähnt – im besten Fall auch Keywords enthalten, die für die jeweilige Seite relevant sind.

Hier beispielhaft, wie eine logische Überschriftenstruktur bei einer Webseite aussehen könnte:

 

<h1>Schuhe</h1>
TEXT
<h2>Schuhe für Frauen</h2>
TEXT
<h2> Schuhe für Herren </h2>
TEXT
<h3>Herrenschuhe für den Winter</h3>
TEXT
<h3>Herrenschuhe für den Sommer</h3>
TEXT

 

Doppelte Inhalte bei SEO-Texten vermeiden

Wenn Textinhalte über mehrere URLs auffindbar sind, spricht man bei der Suchmaschinenoptimierung von doppelten Inhalten (auch als Duplicate Content bezeichnet). Google weiß in solchen Fällen oftmals nicht, welche der Seiten in den Suchergebnissen ausgespielt werden soll.

Doppelte Inhalte entstehen nicht nur, wenn identische Texte mehrmals auf der eigenen Seite aufrufbar sind (interner Duplicate Content), sondern auch dann, wenn die eigenen Seiteninhalte auch auf anderen Webseiten zu finden sind (externer Duplicate Content).

Hier einige typische Beispiele aus der Praxis, wie, meist ungewollt, doppelte Inhalte entstehen können:

  • Bei Shops werden die gleichen Produkttexte sowohl auf der eigenen Seite als auch bei Marktplätzen wie Amazon und Ebay verwendet
  • „Contentklau“: Texte werden von Konkurrenten oder Herstellern kopiert und ohne Rücksprache für die eigene Webseite verwendet
  • Inhalte der Webseite sind sowohl als HTML-Datei als auch als downloadbare PDF aufrufbar
  • Technische Ursachen wie zum Beispiel falsche hreflang-Tags bei internationalen Seiten, fehlende Übersetzungen bei länderspezifischen Seiten oder eine fehlerhafte Subdomain-Struktur

 

Fazit

Die genannten Punkte sind weder abschließend, noch garantieren sie ein gutes Ranking bei Google. Erst einmal bedeutet die Umsetzung in den meisten Fällen für Webseitenbetreiber einen hohen Arbeitsaufwand. Mit ansprechenden suchmaschinenoptimierten Texten wird aber immer die Grundvoraussetzung für gute Rankings geschaffen, ohne die in der heutigen Zeit keine Webseite erfolgreich sein kann.

Und was fast noch wichtiger ist: Wirklich hochwertige, gut aufbereitete Inhalte mit Mehrwert werden Google und Webseitenbesucher langfristig begeistern. Die Erstellung von suchmaschinenoptimierten Texten ist also immer auch als eine Investition in die Zukunft zu sehen.

 

Über den Autor

 
Steve Lohse ist Geschäftsführer der Onlinemarketing Agentur onFire digital aus Dresden. Die Agentur betreut vor allem Neugründungen und Startups in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und Social Media. OnFire digital hat SprachUnion zuletzt bei Keywordrecherchen und der Optimierung der eigenen Unternehmensseite unterstützt.

 
 
Steve Lohse von onFire digital aus Dresden

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